| Keine Fahrt ohne Kindersitz |
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Jeder, der ein Kind im Auto mitnimmt, muss auch für die Sicherheit der kleinen Passagiere sorgen. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung gibt wichtige Sicherheitstipps.
22.8.2011 (verpd) Jährlich ereignen sich rund 1.000 Schulwegunfälle mit Kindern unter zwölf Jahren im elterlichen Auto. Damit dabei Unfälle mit schwerwiegenden Folgen vermieden werden, sind Kindersitze auch bei noch so kurzen Strecken unverzichtbar. Darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) hin.
Autofahrer, die Kinder als Passagiere mitnehmen, sollten immer darauf achten, dass die Kleinen auch richtig gegen Unfälle abgesichert sind. Das gilt auch auf kurzen Strecken und besonders dann, wenn man sich in Eile befindet, so die Unfallkassen und Berufsgenossenschaften. Keine Abstriche bei der SicherheitJedes Jahr gibt es circa 1.000 Kfz-Unfälle mit Kindern auf dem Weg zur Schule oder von dort zurück. Auch wenn diese Unfälle in den meisten Fällen nicht tödlich enden, so zeige diese Zahl jedoch das reale Unfallrisiko, erklärt Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender DGUV-Hauptgeschäftsführer. „Wer Abstriche bei der Sicherheit macht, geht ein beträchtliches Risiko ein“, warnt Eichendorf. Das zeigt auch eine aktuelle Statistik des Statistischen Bundesamtes: Im letzten Jahr wurden 16 Prozent mehr Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr getötet als im Vergleich zum Vorjahr. Jedes zweite verunglückte Kind war Mitfahrer in einem Auto. Wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) betont, haben ungesicherte Kinder im Auto ein siebenmal höheres Risiko schwer verletzt oder getötet zu werden. Trotzdem sind die kleinen Mitfahrer häufig nicht ausreichend gesichert. So achtet bei den über Sechsjährigen nur knapp mehr als die Hälfte der Eltern auf den richtigen Schutz. Zudem können viele Eltern die Sicherungssysteme nicht richtig handhaben. Der stellvertretende DGUV-Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass Kinder unter zwölf Jahre oder kleiner als 1,50 Meter nur in einem geeigneten und dem Alter entsprechenden Kindersitz im Auto mitfahren dürfen. Das gilt auch bei kurzen Strecken, die mit niedriger Geschwindigkeit zurückgelegt werden. Tipps zum richtigen KindersitzAndreas Bergmeier, Referent Kinder und Jugendliche beim DVR, erläutert, dass bei einem Unfall schon bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h Kräfte auftreten, die schwere Verletzungen bei Kindern nach sich ziehen können. Für die Auswahl des Kindersitzes gibt die DGUV folgende Hinweise:
„Selbst der schönste Sitz bringt nichts, wenn er falsch installiert wird“, warnt Bergmeier. Insbesondere mangelnde Sorgfalt kann zu Fehlern führen und damit den Schutz für die kleinen Passagiere verringern. |

