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Kostenlose Reifenkontrolle Drucken E-Mail

Eine Reifenpanne ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch gefährlich sein. Damit es gar nicht so weit kommt, können Autofahrer im September ihre Reifen gratis überprüfen lassen. 12.9.2011 (verpd) Mit der Initiative „Reifenqualität – Ich fahr auf Nummer sicher!“ bietet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) nicht nur online nützliche Informationen rund um die Sicherheit und die Qualitätsmerkmale von Autoreifen. Im Rahmen dieser Initiative können Autofahrer bei der Aktion „Wash & Check“ im September auch eine Woche lang ihre Pkw-Reifen kostenlos untersuchen lassen.

Mit „Wash & Check“ sollen Pkw-Fahrer für das Thema Reifensicherheit und -pflege sowie für den rechtzeitigen Wechsel auf Winterreifen sensibilisiert werden. Bei dieser Aktion überprüfen Expertenteams vom 16. bis zum 24. September 2011 bundesweit an über 120 Waschstraßen kostenlos die Reifen von Pkws.

Sie beantworten zudem die Fragen der Autofahrer zum Thema sichere Bereifung. An welchen Waschstraßen und Tankstellen der Service angeboten wird, kann online unter www.reifenqualitaet.de abgerufen werden.

Benzin sparen mit dem richtigen Luftdruck

Unter der genannten Webseite finden sich außerdem diverse Tipps, die die Sicherheit beim Fahren verbessern. Der DVR empfiehlt unter anderem, dass jeder Autofahrer seine Pkw-Reifen monatlich beispielsweise an der Tankstelle kontrollieren sollte.

Insbesondere die Sichtüberprüfung, ob sich beispielsweise Risse oder Beulen am Reifen zeigen oder ein Nagel eingefahren wurde, und die Luftdruckkontrolle sind wichtig. Welcher Luftdruck der Kfz-Herstellers empfiehlt, steht im Tankdeckel, am Türholm oder in der Betriebsanleitung. Der DVR rät jedoch dazu, dass der Luftdruck immer bis zu 0,2 bar höher sein sollte als vom Kfz-Hersteller angegeben.

Der Grund: Ein leicht erhöhter Luftdruck vermindert den Rollwiderstand, senkt dadurch den Kraftstoffverbrauch. Verliert der Reifen ständig Luft oder ist der Luftdruck seit der letzten Messung stark abgesunken, kann dies ein Hinweis auf einen Reifendefekt sein. Zur Behebung des Problems sollte ein Reifenhändler oder eine Kfz-Werkstatt aufgesucht werden.

Profiltiefe und Reifenalter beachten

Bei der regelmäßigen Kontrolle sollte auch auf die Profiltiefe geachtet werden. In Deutschland und in Europa ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern gesetzlich vorgeschrieben. Doch bereits bei weniger als drei bis vier Millimeter Profiltiefe verlängert sich der Bremsweg und vergrößert sich die Gefahr von Aquaplaning. Verkehrssicherheits-Experten empfehlen daher für Sommerreifen eine minimale Restprofiltiefe von drei Millimetern und bei Winterreifen von vier Millimetern.

Wichtig ist zudem, das Alter der Reifen im Blick zu haben. Erkennen lässt sich das Herstellungsdatum des Reifens an den letzten vier Ziffern der sogenannten DOT-Nummer – DOT steht für „Department of Transportation“ – auf der Reifenflanke. Die Woche, an dem der Reifen produziert wurde, kann dabei aus den beiden ersten Zahlen, das Produktionsjahr an den beiden letzten Zahlen herausgelesen werden.

Der Reifen mit der Aufschrift DOT ABCD A1B2 1209 wurde beispielsweise in der 12. Kalenderwoche 2009 hergestellt. Vom 1. Januar 1990 bis 31. Dezember 1990 war die DOT-Nummer für das Reifenalter am Ende noch dreistellig und mit einem Dreieck versehen. Auch hier erkennt man die Produktionswoche an den beiden ersten Ziffern und das Produktionsjahr an der letzten Zahl. Beispielsweise bedeutet DOT HJID A4D4 218, dass der Reifen in der 21. Woche des Jahres 1998 produziert wurde. Fehlt ein Dreieck am Ende der DOT-Nummer, wurden die Pneus vor 1990 hergestellt.

Wenn der Reifen in „die Jahre“ kommt

Durchschnittlich beträgt die Lebenserwartung eines Pkw-Reifens in der Regel rund zehn Jahre. Doch bereits ab einem Reifenalter von sechs Jahren kann das Material porös und härter werden. Dadurch sind leichter Risse sowie sonstige Defekte möglich und auch die Straßenhaftung der Reifen kann abnehmen. Besonders bei Wohnwagen und -mobilen, Anhängern sowie Reservereifen ist der Verschleiß oftmals größer als bei Autos.

Denn bei einem Wohnwagen und -mobil oder einem Anhänger werden die Pneus meist durch lange Standzeiten auf Dauer einseitig belastet. Das Reserverad wiederum steht dauernd unter Druck, ohne dass es laufend bewegt wird. Beides führt zu einer schnellen Alterung und erhöhten Rissbildung. Daher raten Experten dazu, diese Reifen bereits nach sechs, spätestens jedoch nach acht Jahren durch neue zu ersetzen.

Eine klare gesetzliche Regelung über das Reifenalter gibt es für bestimmte Gespanne, wie Pkws mit Anhänger beziehungsweise Wohnwagen. Normalerweise dürfen Gespanne nur, wie in Paragraf 18, Absatz 5 StVO (Straßenverkehrsordnung) vorgeschrieben, mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h auf Autobahnen gefahren werden. Allerdings ist entsprechend der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO unter bestimmten Voraussetzungen eine 100-km/h-Zulassung möglich. Dann jedoch dürfen die Reifen des Hängers maximal sechs Jahre alt sein, bevor sie erneuert werden müssen.